Hochschulpreis David-Kopf - Die beste Abschlussarbeit des Jahres

von links nach rechts: Thomas Pennartz, Florian Bartel, Christopher Wilke, Christian Kaiser, Prof. i.R. Dr. Manfred Nagl, Dr. Peter Schimitzek

Smarte Alleskönner stehen beim David-Kopf im Rampenlicht

Christopher Wilke von der Universität Göttingen gewinnt renommierten Hochschulpreis. Seine Arbeit über die Entwicklung von „Apps“ überzeugt durch großen Praxisbezug. 

Sie sind mit Kamera, Mediaplayern, Navigationsgeräten und vielen weiteren Features ausgestattet: Mobile Kommunikationsgeräte wie Smartphones oder Tablet PCs sind wahre „Alleskönner“. Als ständige Begleiter ermöglichen sie uns einen permanenten Internetzugriff und erleichtern den beruflichen wie den privaten Alltag. Und das praktisch überall: im Zug, im Auto, im Hotel, am Strand. Die Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten scheint grenzenlos, Unternehmen und Wissenschaft entwickeln Geräte und mobile Apps ständig weiter.

Auch Christopher Wilke von der Georg-August-Universität Göttingen hat sich mit diesem Thema beschäftigt. Für seine Masterarbeit zur „Evaluation plattformunabhängiger Entwicklungsansätze für mobile Endgeräte“ erhielt der 26-Jährige jetzt den renommierten Hochschulpreis David-Kopf. Wilke setzte sich gegen 51 Konkurrenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch und erhielt einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Dabei hatte er aufgrund des hochkarätigen Teilnehmerfeldes keinesfalls leichtes Spiel, betonte Prof. Dr. Wilhelm Mülder von der Hochschule Niederrhein: „Die eingereichten Arbeiten waren sehr innovativ und methodisch teilweise überragend.“

Für die Jury, die am Abend den Gewinner zu ermitteln hatte, lag die Arbeit von Christopher Wilke vor allem aufgrund des engen Bezugs zur Wirtschaft vorn: „Praxisorientierte Arbeiten bieten einen konkreten Mehrwert für Unternehmen und verdienen eine besondere Würdigung“, sagte Dr. Peter Schimitzek, einer der Hauptsponsoren des Hochschulpreises am Abend vor den rund 70 geladenen Gästen im Atrium der CSB-System AG.

Gute Aussichten für App-Entwickler

Vor allem App-Entwickler werden sich über die prämierte Masterarbeit freuen. Denn: Die Verwendung mobiler Kommunikationsgeräte – beruflich oder privat – nimmt rasant zu. Mittlerweile verfügen gut 40 Prozent der Weltbevölkerung über ein Smartphone, die Tendenz ist steigend. Gute Aussichten also für all die Unternehmen, die die Anwendungssoftware, die sogenannten „mobilen Apps“, herstellen. Ihr Markt wird immer größer, globaler und chancenreicher. Doch es kommt noch besser: Müssen App-Entwickler ihre Software heute meist plattformspezifisch und somit mehrfach programmieren, damit sie beispielsweise sowohl auf Android- als auch auf iOS-Systemen lauffähig sind, konnte Wilke Ansätze zeigen und vergleichen, wie Apps zukünftig plattformunabhängig entwickelt werden können. Die daraus resultierende Zeit- und Kostenersparnis dürfte enorm sein.

 

„Jeder kann sich als Gewinner fühlen“

Auch der Zweitplatzierte des David-Kopf-Wettbewerbes konzentrierte sich in seiner Abschlussarbeit auf den Einsatz mobiler Endgeräte wie dem Smartphone. Christian Kaiser von der Universität Freiburg (Schweiz) entwickelte in seiner Arbeit ein „Mobile Payment System mit integrierten CRM-Maßnahmen“ und erhielt für seine Leistung 800 Euro. Dritter wurde Florian Bartel von der Technischen Universität Kaiserslautern mit seiner „Evaluation der Auswirkungen von In-Memory-Technologien auf die Architektur von analytischen Systemen“. Bartel nahm einen Scheck in Höhe von 500 Euro entgegen.

Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg und zweiter Hauptsponsor des Preises: „Natürlich kann es nur einen Sieger geben, aber heute Abend kann sich jeder als Gewinner fühlen.“

Wer es bis in die letzte Runde geschafft hat, hat tatsächlich schon sehr viel erreicht. Denn zugelassen zum Wettbewerb sind nur Arbeiten, die mit mindestens 1,7 bewertet wurden. Diese durchlaufen ein strenges Auswahlverfahren. Zunächst werden sie von gut 1000 Repräsentanten aus der Wirtschaft, der Presse und von Hochschulen per Online-Umfrage bewertet. Für die zehn besten Arbeiten geht es in die zweite Runde, bei der das sogenannte Hochschulgremium aktiv wird. Dieses Gremium, bestehend aus namhaften Professoren verschiedener Hochschulen, prüft die Diplom- oder Masterarbeiten im Hinblick auf Form, Aufbau und wissenschaftlichen Anspruch und ermittelt die Top 3. Die Arbeiten, die auch diese Hürde erfolgreich genommen haben, müssen sich schließlich der Bewertung durch das Praxisgremium stellen, das sich aus Vertretern aus Wirtschaft und Presse zusammensetzt. In dieser Runde werden die besten drei Diplom-/Masterarbeiten hinsichtlich ihrer Praxisrelevanz geprüft. Auf diese Weise ergibt sich eine Vorbenotung, die im nächsten Schritt durch die Präsentationen im Rahmen der Abendveranstaltung vervollständigt wird und zur Ermittlung des Siegers führt.

Und der heißt in diesem Jahr Christopher Wilke: „Ich bin mehr als glücklich über diese Auszeichnung, vor allem, weil ich mit ganz anderen Erwartungen angereist bin. Ich beobachte den David-Kopf seit einigen Jahren, weil es einen vergleichbaren Preis nicht gibt. Zu den Preisträgern zu gehören, ist schon eine besondere Ehre und macht sich auch gut in meinem Lebenslauf!“   

Unterstützt wird der Wettbewerb von einem exklusiven Sponsoren-Kreis. Neben der CSB-System AG und der Kreissparkasse Heinsberg als Hauptsponsoren beteiligen sich u. a. EC4U, die Jacobs-Gruppe und OTTO Gourmet. Medienpartner sind die Fachzeitschriften IT-Mittelstand, Retail Technology und der Verlag für Angewandte Wirtschaftswissenschaften.